Bericht einer Erasmus-Studentin aus der Stadtbibliothek Malmedy #2


Hallo noch einmal!

Da in der Zwischenzeit noch einige interessante Aktionen stattgefunden haben, möchte ich ein zweites Mal von meinem Praktikum in der Stadtbibliothek Malmedy berichten. Für alle, die mich noch nicht kennen: ich bin Katharina, die deutsche Praktikantin der BUW Wuppertal, die seit dem 19.07.2017 bis zum 15.09.2017 ihr Praktikum zwecks Einschreibung in den Master of Education der Romanistik (Spanisch und Französisch) mittels des Programms Erasmus hier absolviert.

Inzwischen habe ich einige meiner Aufgaben hier schon abschließen können: so habe ich heute nach Absegnung von Roseline Lemaire, der Bibliotheksleitung, meine Literaturliste zur Ergänzung der deutschen Abteilung sowohl für Erwachsene als auch für Kinder abgeschickt, so dass diese bald hier eintreffen dürften. Sehr würde ich mich freuen einige von Ihnen hier begrüßen zu dürfen, um meine Buchauswahl zu begutachten und zu entleihen! Auf Roselines Vorschlag hin sind auch Hörbücher darin enthalten. Die „Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling habe ich indes selber schon zu hören begonnen, so dass ich Ihnen diese, so wie auch die beiden Folgewerke desselben Autors, nur wärmstens ans Herz legen kann.

Die zweite größere Aktion, die stattgefunden hat war „Lire dans les parcs“ („Lesen in den Parks“). Hierbei handelt es sich darum, dass sich ein Teil des Teams der Bibliothek an drei Tagen im Sommer in den Parc des Tanneries bzw. auf den Spielplatz, der an diesem angrenzt, begibt, um einen Querschnitt der Bücher der Bibliothek vorzustellen und zu -lesen. Neben Büchern für Kinder, wird traditionell auch eine Auswahl an Büchern für Erwachsene sowie Magazine mit dorthin genommen, so wie Decken und Kissen, die zum Verweilen und Schmökern einladen, sowie auch Spielzeuge aus dem schier unerschöpflichen Bibliotheksfundus. Da Sophie, die Kollegin, die Aktion sonst durchführt aktuell im Mutterschutz ist, wurden Aline, die studentische Hilfskraft der Bibliothek, Camille, die Kollegin, die Sophie während ihrem Mutterschutz ersetzt, und ich als Durchführende eingeplant. Es hieß also zunächst, sich einen Eindruck von „Lire dans les parcs“ in Waimes zu verschaffen. Den Weg dorthin hat Frédéric, ebenfalls ein Kollege, genutzt, um mir noch die Filiale von Wamabi in Sourbrodt zu zeigen. In Waimes konnte ich mir dann anschauen, wie Fabienne und Gaëlle, die Kolleginnen aus den Filialen Waimes und Sourbrodt, diesen Tag gestalten. Danach hieß es dann adäquate Bücher auswählen, überlegen, was außer Büchern sonst noch mit soll und die Decken und Kissen aus Waimes zu organisieren; „Lire dans les parcs“ in Malmedy war gut besucht: neben Belgiern auch Niederländer und arabischstämmige Leute sowie sogar eine Australierin nebst Tochter, die mit ihrem Mann, der aus Malmedy stammt, auf Heimatbesuch war. Zusammenfassend kann ich sagen, dass der erste Tag schnell vergangen ist. Es wurden alle mitgebrachten Spielzeuge eifrig benutzt und Aline hatte viel damit zu tun ihre Bücherauswahl den Kindern nahe zu bringen, während ich die Aktion fotografiert habe und Leute dazu ermuntert habe, sich dazu zu gesellen. Während ich am zweiten Tag der Aktion leider nicht dabei war, ist der dritte Tag buchstäblich ins Wasser gefallen, so dass lediglich das Kindertheater in der Bibliothek stattfinden konnte.

Des Weiteren habe ich nunmehr die Rucksäcke für unsere jüngsten Leser fertig, die zwischenzeitlich nicht zu entleihen waren. Jeder einzelne wurde thematisch (z.B. „Rotkäppchen“, „Uhu“, „Spazieren in der Natur“, um einige zu nennen) von mir gestaltet. In einem Rucksack sind jeweils einige Kinderbücher und hierzu passendes Spielzeug enthalten.

Mit dem heutigen Tag verbleiben mir noch fünf Wochen Aufenthalt: mit Matthieu Courtoy, Bibliothekar und Historiker, übersetze und klassifiziere ich alte Unterlagen aus dem Stadtarchiv aus Malmedy. Auch sind noch einige Bücher zum Laminieren übrig und nicht zuletzt könnte ich noch einen deutschen Lesetisch gestalten. Auch wurde mir von Roseline Lemaire vorgeschlagen, mir Gedanken darüber zu machen, ein Projekt ganz nach meinen eigenen Wünschen zu gestalten- ein Projekt, über das ich mir bislang noch keine Gedanken gemacht habe, da andere Aufgaben, wie das Laminieren der liegen gebliebenen Bücher und die Zusammenstellung der Rucksäcke für unsere jüngsten Leser, Priorität hatten.

Demnach werde ich mich noch ein letztes Mal gegen Ende meines Aufenthaltes in Malmedy melden.

Tschüß und bis dahin!

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